04 Der rote Faden

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Künstlerische Intention

Dem roten Faden zu folgen bedeutet, hineinzugehen ins Labyrinth. Immer wieder neu dem Weg des Lebens folgen. Der tiefere Sinn liegt in der Umkehr, der Umkehr ins Gegenteil. Wer dem roten Faden seines Lebens folgt, muss sich immer wieder drehen, umkehren, wandeln. Offensein für andere und gleichzeitig den eigenen Weg fortsetzen, Schritt für Schritt. Jeden Schritt wahrnehmen wie ein erster Schritt. Sich hinwenden, kehrt wenden, annähern!

Die technische Verbindung von Acrylglas und Leinwand schafft zwei Ebenen und ermöglicht eine eigene Bild- und Formensprache von „innen“ und „außen“. Kompositionsgrundlage bilden 10 cm x 10 cm große Fotografien einer eigenen Arbeit von 2010, die den Urtyp des Menschen darstellt. Die Fotografien wurden mit Farbe bemalt und in eine Verbindung miteinander gebracht. Die Gesichter schauen sich an oder schauen in entgegengesetzte Richtungen. Sie wechseln die Wegrichtung, treffen aufeinander und bilden auf diese Weise charakteristische Formen. Jeweils vier Fotografien befinden sich bei jedem Bild auf der Ebene der Leinwand und verbinden sich mit den Motiven auf dem Acrylglas.  Das sich wiederkehrende Motiv, welches dem roten Faden folgt, verdeutlicht die eigene Lebenspur. Die Person findet zur Mitte. Die dabei notwendige Drehung heißt nicht nur, aufgeben dessen, was bisher war, es heißt auch gleichzeitig Neubeginn.

Maria Lohaus

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